Allgemeines

 Themen 
 Geschichtliche Entwicklung 
 Die zwei Prinzipien des Judo 
 Zweck und Ziel der Judo-Ausbildung 
 Bestandteile des Judo 



Geschichtliche Entwicklung

Judo ist ein japanisches Wort und bedeutet: sanfter Weg

Im Jahre 1882 gründete Jigoro Kano eine eigene Schule (Dojo). Er unterrichtete nicht mehr die simple Kunstfertigkeit der einzelnen Ju-Jitsu-Schulen, sondern unterwies seine ständig wachsende Klasse in einem neukombinierten Zweikampfsystem, das er, weil es unter anderem auf dem Prinzip des Nachgebens basierte und der Charakter- und Persönlichkeitsbildung breiten Raum gab, JUDO (sanfter Weg) nannte.

In Deutschland war es Erich Rahn, der 1905 die erste Judo-Schule in Berlin eröffnete, und Alfred Rhode, Mitbegründer des ersten deutschen Judo-Clubs in Frankfurt 1920, die ihr Leben dem Judo-Sport widmeten und das Hauptverdienst an der Verbreitung des Judo haben. 1969 gab es in Deutschland bereits 90.000 Judoka. Zur Zeit gibt es in Bayern ca. 45.000 Judoka.



Die zwei Prinzipien des Judo

Jede Technik, jede Bewegung, hat dem Prinzip der "größtmöglichen Wirkung" zu gehorchen. Daß dieses Prinzip, das sowohl auf die körperlichen als auch auf die geistigen Kräfte anzuwenden ist, im Judo jederzeit beachtet werden sollte, mag ein einfaches Beispiel erläutern: Steht man einem körperlichen stärkeren Gegner gegenüber, so widersetzt man sich dem von ihm ausgeführten Druck nicht, sondern zieht ihn sogar noch in die Richtung, in die er stößt. Des erwarteten Widerstandes beraubt, wird der Gegner überrascht nach vorne stolpern und sein Gleichgewicht zumindest teilweise verlieren. In dieser Position kann man nun die eigene Kraft mit dem größtmöglichen Nutzeffekt einsetzen.

Das zweite Prinzip hebt Judo über den Stand eines bloßen Zweikampfsportes hinaus und läßt es zum Erziehungssystem par excellence werden. Es ist das moralische Prinzip vom gegenseitigen Helfen und Verstehen. Jede Judo-Übung wird mit einem Partner und nicht gegen einen Gegner durchgeführt; ohne Partner, ohne willige Freunde, für deren Fortschritt man sich genauso verantwortlich fühlt wie für den eigenen, ist Judo nicht möglich. Jedes Wissen, jeder erkannte Fehler beim Partner muß bereitwillig mitgeteilt werden. Lehren und Lernen, Unterordnung unter eine erfahrene Autorität und Führen einer suchenden Gruppe, sind Tätigkeiten, die den Menschen als soziales Wesen ansprechen und ihn zum vollwertigen Mitglied einer freien Gesellschaft werden lassen.



Zweck und Ziel der Judo-Ausbildung




Bestandteile des Judo




TVM-Judo

-

Die Judo-Abteilung des Turnverein Memmingen 1859 e.V.

-

judo.tv-memmingen.de

Copyright © 1998-2006 Manfred Mayr & Eva Föhl-Mayr. Alle Rechte vorbehalten!